Wieder im Deutschen Klub

Eingabe durch: Rozmaring 2008-11-24 09:29:49

Hirmit verständigen wir alle Interessenten und Sympatisanten, dass die Deutsche Selbstverwaltung ihre Sitzungen,
organisatorischen Zusammenkünfte und das Gemeinschaftsleben erneut im Deutschen Klub (Apor Platz Nr. 1.) veranstaltet. Die als Museum funktionierende Heimatstube und das Klubleben hat sich in letzten Jahren leider ein wenig erschöpft, obwohl die Deutschjulaer die geselligen Veranstaltungen in einem Gemeinschaftsraum sehr beanspruchen.

Ab 2008 ist der Klub jeden Mittwoch zwischen 15.00– 19.00 Uhr geöffnet und wir erwarten alle Besucher als liebe Gäste, mit manigfaltigen Programmen. Jeden ersten Mittwoch des Monats tagt die Deutsche Selbstverwaltung um 16.00 Uhr, am zweiten Mittwoch findet ein Kulturnachmittag statt (Klubleiterin Frau Illich, Tel: 464-181), am dritten Mittwoch des Monats treffen sich die Mitglieder des Lesekreises(Kreisleiterin: Frau Dr.Illyés Edda Kernweiss). Am letzten Mittwoch des Monats, um 17.00 Uhr erwartet der Deutschsprachige Stammtisch seine Gäste. Alle guten Ratschläge und Initiativen sind uns willkommen, damit wir diese Termine noch manigfaltiger gestalten und um je mehr Teilnehmer zu gewinnen.

Weitere Informationen im Bezug auf diese Programme bei Monika Mittag: tel:06/20/ 823-08-29.

Monika Mittag

Eingabe durch: Rozmaring 2008-11-24 09:12:47

Mütterlicherseits bin ich eingeborene Julaerin und meine Vorfahren (Ludvig, Kneifel, Ficker, Mult) stammen aus deutschjulaer Familien. Ich habe den deutschen Klassenzug der „Implom József” Grundschule absolviert und nach dem Abitur an der Hochschule in Esztergom das Nationalitätendiplom zur Lehrerin erhalten. Danach habe ich mein Studium an der Universität fortgesetzt und den Magistertitel der Germanistik-Pädagogik erhalten. Seit 2002 bin ich Mitglied der Deutschen Selbstverwaltung in Jula. Im Jahre 2006 wurde ich zur Vorsitzenden der Deutschen Selbstverwaltung gewählt. Als eigene Initiative und als Ergebnis meiner Bemühungen ist es gelungen, einen  deutschsprachigen Stammtisch zu gründen, sowie die Tradition des Rosmareins und das Aufstellen eines Christbaums in Deuschjula auf dem Apor-Platz neu aufl eben zu lassen. Im Jahre 2005 wurde ich vom Amt für Nationale und Ethnische Minderheiten mit dem Jugendpreis ausgezeichnet. Für mich ist es von größter Bedeutung, dass sich auch die deutschstämmige Jugend in das Leben und Wirken der Nationalität eingliedert, damit die Traditionen und Andenken unserer Vorfahren für die kommenden Generationen gerettet werden können.

Frau Szilágyi Maria Solymosi

Eingabe durch: Rozmaring 2008-11-24 09:12:38

Vor fünzig Jahren bin ich in eine schwäbische Familie in Jula geboren. Meine Großeltern hießen Steigerwald. Im städtischen „Erkel Ferenc” Gymnasium habe ich den deutschen Klassenzug besucht. Nach dem Abitur besuchte ich die Kindergärtnerinnenanstalt in Szarvas und habe gleich danach eine Stelle am Deutschstädtischen Kindergarten angetreten. Durch meine pädagogische Arbeit habe ich immer ganz bewusst versucht, die deutschen Sitten und Bräuche, sowie die materiellen und geistigen Andenken der Vorfahren neu zu beleben. Seit 1986 leite ich den Kindergarten. Dadurch habe ich die Möglichkeit, viele in Vergessenheit geratene alte Bräuche neu zu beleben, zu pflegen und teilweise auch den täglichen Gebrauch der deutschen Sprache zurück zu gewinnen. 2003 habe ich als Nationalitätenkindergärtnerin ein Zweitdiplom erworben. Ich bin überzeugt, dass man ohne Wurzel, ohne sich zu seiner Vergangenheit zu bekennen die Zukunft nicht planen und aufbauen kann. Eben darum bekenne ich mich zu meiner Abstammung sowohl in meiner fachlichen Arbeit, als auch in der organisatorischen. Meine Zielsetzung ist daher die Erforschung, Wiederbelebung und Überlieferung der deutschen Traditionen und so die Neueroberung des deutschen Sprachgebrauches.

Ferenc Hack

Eingabe durch: Rozmaring 2008-11-24 09:12:28

Schon in der zweiten Wahlperiode bin ich Mitglied der deutschen Selbstverwaltung. Mein Stammbaum ist beiderseits deutscher Herkunft. Die ersten Schuljahre verbinden mich mit der einstigen deutschstädtischen Schule. Aus den Erfahrungen und Eindrücken meiner Kindheit habe ich später die Landwirtschaft auch als Grundlage meiner Existenz gewählt, war aber im öffentlichen Leben auch immer aktiv. Ich war Vorstandsmitglied in der örtlichen Unternehmerkammer. Später wurde ich Gründer und bin Leiter des Seniorenheimes „Hilfsbereite Hände”. In der Selbstverwaltung beschäftige ich mich außer mit den aktuellen Aufgaben noch mit der Vorbereitung des Josefstages, mit der Renovierung der alten Grabsteine und der Pfl ege der Grabstätten. Ich habe aber auch aktiven Anteil an der Organisation des Pfi ngstsonntags und des Weinlesefestes . Auch in Zukunft möchte ich aktives Mitglied des Deutschen Selbstverwaltung bleiben. Ich möchte mithelfen, das Image, die Traditionen und die Atmosphäre von Deutschjula den kommenden Generationen zu überliefern.

Franz Scherer-Preis

Eingabe durch: Rozmaring 2008-11-24 08:54:54

Unsere Gewinnerin des Franz Scherer-Preises ist Panna Márta Képíró. Die Schülerin der 8/A Klasse der Implom-Schule Jula ist eine beispielhafte Schülerin mit gutem Betragen und ausgezeichneten Noten. Im Laufe der  Schuljahre erwarb sie eine Reihe Diplome und Auszeichnungen erworben, mit welchen sie auch das Prestige ihrer Schule bedeutend verstärkte. Ihre Erfolge sind ist lobenswert Sie erwarb weiters das. 3. Platz beim Sprachwettbewerb „Wer sagt es am besten?”, war Mitglied des Schulteams, welches am Landeswettbewerb für Landeskunde der 2. Platz erwarb. Sie erwarb weiters das Grundexamen aus der deutschen Sprache, und legte in diesen Tagen in der, Kategorie „C” die mündliche Sprachprüfung in Mittelstufe ab und belegt auch stets einem guten Platz im örtlichen Deutschwettbewerb In der Traditionspfl ege ist sie immer aktiv und kreativ und dementsprechend eine ständige Mitwirkende bei den entsprechenden Veranstaltungen. Ausser dem ist sie Mitglied einer Dancing-Gruppe, welche bei einem Landeswettbewerb den 2. Platz erwarb hatte und schon zuvar duch viele Auftritte erfolgreich bestanden hat.

K. Schriffert-Preis

Eingabe durch: Rozmaring 2008-11-24 08:51:00

Der „Joseph K. Schriffert”-Preis welchen die Deutsche Selbstverwaltung gestiftet hat geht im Jahre 2007 an Karl Danszki. Karl Danszki hat die Gründung des Deutschen Klubes aus Jula in die Wege geleitet. Monatlich hatte er danach Vorträge und Beschäftigungen organisiert und geleitet, mit verschiedenen Themen wie die Ansiedlung der Deutschen in Jula, über die Volkskunst und die Musik der Ungarndeutschen. Er ist bis heute noch ein aktiver Teilnehmer an der Organisation von ungarndeutschen Ausstellungen, bei der Erforschung der alten Sitten und Bräuche, und bei der Sammlung von sachlichen Erinnerungen an das hiesige Deutschtum. Als Mitglied der Deutschen Selbstverwaltung hatte er Löwenanteil an der Wiederbelebung der alten Traditionen. An
seinen Namen ist die Josephsfeier geknüpft. Mit seiner Hilfe wurde ein altes deutschstädtisches Symbol, der Rosmarein, zu neuem Leben erweckt, und wird bei Festen und Feiern geehrt und getragen. Die gesammelten, und leitete veröffentlichen Traditionen, und Bräuche werden von ihm von Jahr zu Jahr an die kommenden Generationen weite überliefert. Die Grundlage verschiedener lokaler deutscher Publikationen ist auch oft auf
seine Sammelarbeit zurückzuführen. Schon seit Jahren unterstützt er die Traditionspfl ege im Deutschstädtischen Kindergarten (Weinlese, Martinstag, Wintervertreibung, Fasching) Wir bedanken uns für die auf dem Gebiet der deutschen Nationalitätenkultur geleistete hervorragende Arbeit.

Halbjahresbericht 2007 über die Arbeit der Deutschen Selbstverwaltung in Jula

Eingabe durch: Rozmaring 2008-11-24 08:45:20

Im Dezember 2006 hatte die neugewählte Deutsche Selbstverwaltung die Einwohner von Deutschjula sowie die Wähler, die mit der Deutschen Selbstverwaltung mitarbeiten und daher helfen wollen zu einer Besprechung eingeladen. Dabei sollten eben diese die Möglichkeit bekommen, mitreden zvönnen und so ihre Meinung zu unserem Jahresprogramm und unserer bisherigen Arbeit zu äußern. Erstaunlich viele kamen als Beweis des Interesses an dieser Gemeinschaftsarbeit. Die meisten drückten ihre Achtung über diese Arbeit aus, aber es liefen auch viele neue und interessante Idee ein, die wir in Zukunft verwirklichen wollen.

Am 7. Januar war unsere erste Feier an der Gedenktafel der Zwangsarbeiter. Die Deutsche Selbstverwaltung feierte zum ersten Mal gemeinsam mit dem Deutschklub. Am 24. Januar wurde zum ersten Mal Deutschstädtischer Fasching gefeiert. Dabei waren wir über fünfzig Personen in der Altentagesstätte beisammen, und versuchten so den Winter zu vertreiben. Die Gäste kamen teilweise maskiert, viele traditionelle Mehlspeisen, so auch Krapfen, wurden mitgebracht, Glühwein wurde ausgeschenkt und die Unterhaltung ging bis spät in die Nacht hinein. Im Februar war unsere erste Vollversammlung, an der wieder viele ebenfalls interessierte Stadtbewohner teilnahmen.

Die traditionelle Josefsfeier wurde am 16. März erneut im Tagesheim in Deutschjula veranstaltet, wobei uns die Schüler der Implom-Schule mit einer Vorführung von hohem Niveau erfreuten. Danach hielt Zoltán Bagyinszki einen hochinteressanten Videovortrag über die schwäbischen Weinkeller in Ungarn. Auch bei dieser Feier waren über 50 Gäste anwesend. Im Rahmen der „Julaer Tage” schlug die deutsche Selbstverwaltung ein Zelt auf, wo die Zuschauer traditionelle österliche Speisen kosten konnten. Auch gab es die Möglichkeit unter Hilfe der Kindergärtnerinnen aus dem Deutschstädtischen Kindergarten Eier zu färben Auch die ältere Generation zeigte noch die traditionelle Kochkunst aus Deutschjula, mit feinen Kuchen und Leckereien, in Begleitung von Harmonikamusik. Den Erfolg bezeugten einige hundert Gäste, die unser Zelt besuchten.

Am 27. Mai veranstalteten wir zum 4. Mal die Pfi ngstunterhaltung. Das Ereignis war wirklich erfolgreich, annähernd 200 Portionen Bohnengulasch wurde serviert, und zumindest insgesamt 400 Gäste waren auf dem Aporplatz versammelt. Das Programm wurde von den Kindern aus dem Deutschstädtischen Kindergarten und der Implomschule dargeboten. Danach spielte die Jugendblaskapelle sehr erfolgreich Platzmusik. Zum Mittagsmahl sorgten die „Lustigen Jungs” für musikalische Begleitung.

Adam Reisz

Eingabe durch: Rozmaring 2008-11-24 08:21:30

Vor fünfzig Jahren habe ich die erste Klasse in einem deutschen Klassenzug aus Elek beendet. Es lag auf der Hand, dass ich im deutschsprachigen Frankel Leo-Gymnasium in Baja weiterlernen werde, weil ich in meiner Umgebung nur schwäbisch sprechen hörte. Auch damals schon wollte ich Deutschlehrer werden, was mir aber erst nach dreißig Jahren gelungen ist. Als 47-jähriger habe ich mein Diplom als Deutschlehrer übernommen. Als in der Reihenfolge zweiter Leiter des julaer Deutschklubes war ich Mitgründer und erster Obmann des Deutschen Schulvereins des Komitats Bekesch-Csongrád, und ich war auch dabei, als die erste deutsche Minderheitenselbstverwaltung gegründet wurde. Gegenwärtig bin ich in der vierten Wahlperiode Mitglied dieser Selbstverwaltung. Zwischen 1998-2006 war ich Vorsitzender der Julaer Deutschen Selbstverwaltung und des Verbandes der Deutschen Selbstverwaltungen im Komitat Bekesch. In den letzten Jahren habe ich drei zweisprachige Hefte über Deutschjula herausgegeben. Im Munkácsy Mihály Gymnasium und Fachmittelschule unterrichte ich als Deutschlehrer.

Norbert Alt

Eingabe durch: Rozmaring 2008-11-24 08:13:11

Ich heiße Norbert Alt und bin seit dem ersten Oktober 2006 Vertreter der Deutschen Minderheitenselbstverwaltung
in Jula. Meine Wurzeln väterlicherseits sind deutsch. Die Pfl ichten als Vertreter der deutschen Minderheit, sowie
auch die als Vertreter im Stadtrat habe ich aus Berufung für unsere Stadt und aus Gemeinschaftsgefühl für die hier lebende Bevölkerung übernommen. Diese Verpfl ichtung hat mich schon seit meiner frühen Kindheit bewegt. Dafür habe ich viel Unterstützung von meiner Familie, meinen Eltern und Freunden erhalten. Eine neue Mentalität, durch welche das gesellschaftliche Leben, die Gestaltung unseres gemeinsamen Schicksals nicht das Privilegium, den Wohlstand und die Bequemlichkeit einzelner Menschen dient, sondern das Leben unserer ganzen Gemeinschaft verbessert, ist in dieser Stadt nötig. Die Grundlage dieser ist der Zusammenhalt und die Stärkung der lokalen  Gemeinschaften, unter diesen auch die gesellschaftliche Rolle des hiesigen Deutschtums, durch die Pflege der Traditionen, durch Erziehung und Sicherung der nachkommenden Generationen. Um dieses Ziel zu erreichen bitte ich um Ihre Unterstützung. Dabei zähle ich auf jeden!