Monika Mittag

Eingabe durch: Rozmaring 2008-11-24 09:12:47

Mütterlicherseits bin ich eingeborene Julaerin und meine Vorfahren (Ludvig, Kneifel, Ficker, Mult) stammen aus deutschjulaer Familien. Ich habe den deutschen Klassenzug der „Implom József” Grundschule absolviert und nach dem Abitur an der Hochschule in Esztergom das Nationalitätendiplom zur Lehrerin erhalten. Danach habe ich mein Studium an der Universität fortgesetzt und den Magistertitel der Germanistik-Pädagogik erhalten. Seit 2002 bin ich Mitglied der Deutschen Selbstverwaltung in Jula. Im Jahre 2006 wurde ich zur Vorsitzenden der Deutschen Selbstverwaltung gewählt. Als eigene Initiative und als Ergebnis meiner Bemühungen ist es gelungen, einen  deutschsprachigen Stammtisch zu gründen, sowie die Tradition des Rosmareins und das Aufstellen eines Christbaums in Deuschjula auf dem Apor-Platz neu aufl eben zu lassen. Im Jahre 2005 wurde ich vom Amt für Nationale und Ethnische Minderheiten mit dem Jugendpreis ausgezeichnet. Für mich ist es von größter Bedeutung, dass sich auch die deutschstämmige Jugend in das Leben und Wirken der Nationalität eingliedert, damit die Traditionen und Andenken unserer Vorfahren für die kommenden Generationen gerettet werden können.

Frau Szilágyi Maria Solymosi

Eingabe durch: Rozmaring 2008-11-24 09:12:38

Vor fünzig Jahren bin ich in eine schwäbische Familie in Jula geboren. Meine Großeltern hießen Steigerwald. Im städtischen „Erkel Ferenc” Gymnasium habe ich den deutschen Klassenzug besucht. Nach dem Abitur besuchte ich die Kindergärtnerinnenanstalt in Szarvas und habe gleich danach eine Stelle am Deutschstädtischen Kindergarten angetreten. Durch meine pädagogische Arbeit habe ich immer ganz bewusst versucht, die deutschen Sitten und Bräuche, sowie die materiellen und geistigen Andenken der Vorfahren neu zu beleben. Seit 1986 leite ich den Kindergarten. Dadurch habe ich die Möglichkeit, viele in Vergessenheit geratene alte Bräuche neu zu beleben, zu pflegen und teilweise auch den täglichen Gebrauch der deutschen Sprache zurück zu gewinnen. 2003 habe ich als Nationalitätenkindergärtnerin ein Zweitdiplom erworben. Ich bin überzeugt, dass man ohne Wurzel, ohne sich zu seiner Vergangenheit zu bekennen die Zukunft nicht planen und aufbauen kann. Eben darum bekenne ich mich zu meiner Abstammung sowohl in meiner fachlichen Arbeit, als auch in der organisatorischen. Meine Zielsetzung ist daher die Erforschung, Wiederbelebung und Überlieferung der deutschen Traditionen und so die Neueroberung des deutschen Sprachgebrauches.

Ferenc Hack

Eingabe durch: Rozmaring 2008-11-24 09:12:28

Schon in der zweiten Wahlperiode bin ich Mitglied der deutschen Selbstverwaltung. Mein Stammbaum ist beiderseits deutscher Herkunft. Die ersten Schuljahre verbinden mich mit der einstigen deutschstädtischen Schule. Aus den Erfahrungen und Eindrücken meiner Kindheit habe ich später die Landwirtschaft auch als Grundlage meiner Existenz gewählt, war aber im öffentlichen Leben auch immer aktiv. Ich war Vorstandsmitglied in der örtlichen Unternehmerkammer. Später wurde ich Gründer und bin Leiter des Seniorenheimes „Hilfsbereite Hände”. In der Selbstverwaltung beschäftige ich mich außer mit den aktuellen Aufgaben noch mit der Vorbereitung des Josefstages, mit der Renovierung der alten Grabsteine und der Pfl ege der Grabstätten. Ich habe aber auch aktiven Anteil an der Organisation des Pfi ngstsonntags und des Weinlesefestes . Auch in Zukunft möchte ich aktives Mitglied des Deutschen Selbstverwaltung bleiben. Ich möchte mithelfen, das Image, die Traditionen und die Atmosphäre von Deutschjula den kommenden Generationen zu überliefern.

Adam Reisz

Eingabe durch: Rozmaring 2008-11-24 08:21:30

Vor fünfzig Jahren habe ich die erste Klasse in einem deutschen Klassenzug aus Elek beendet. Es lag auf der Hand, dass ich im deutschsprachigen Frankel Leo-Gymnasium in Baja weiterlernen werde, weil ich in meiner Umgebung nur schwäbisch sprechen hörte. Auch damals schon wollte ich Deutschlehrer werden, was mir aber erst nach dreißig Jahren gelungen ist. Als 47-jähriger habe ich mein Diplom als Deutschlehrer übernommen. Als in der Reihenfolge zweiter Leiter des julaer Deutschklubes war ich Mitgründer und erster Obmann des Deutschen Schulvereins des Komitats Bekesch-Csongrád, und ich war auch dabei, als die erste deutsche Minderheitenselbstverwaltung gegründet wurde. Gegenwärtig bin ich in der vierten Wahlperiode Mitglied dieser Selbstverwaltung. Zwischen 1998-2006 war ich Vorsitzender der Julaer Deutschen Selbstverwaltung und des Verbandes der Deutschen Selbstverwaltungen im Komitat Bekesch. In den letzten Jahren habe ich drei zweisprachige Hefte über Deutschjula herausgegeben. Im Munkácsy Mihály Gymnasium und Fachmittelschule unterrichte ich als Deutschlehrer.

Norbert Alt

Eingabe durch: Rozmaring 2008-11-24 08:13:11

Ich heiße Norbert Alt und bin seit dem ersten Oktober 2006 Vertreter der Deutschen Minderheitenselbstverwaltung
in Jula. Meine Wurzeln väterlicherseits sind deutsch. Die Pfl ichten als Vertreter der deutschen Minderheit, sowie
auch die als Vertreter im Stadtrat habe ich aus Berufung für unsere Stadt und aus Gemeinschaftsgefühl für die hier lebende Bevölkerung übernommen. Diese Verpfl ichtung hat mich schon seit meiner frühen Kindheit bewegt. Dafür habe ich viel Unterstützung von meiner Familie, meinen Eltern und Freunden erhalten. Eine neue Mentalität, durch welche das gesellschaftliche Leben, die Gestaltung unseres gemeinsamen Schicksals nicht das Privilegium, den Wohlstand und die Bequemlichkeit einzelner Menschen dient, sondern das Leben unserer ganzen Gemeinschaft verbessert, ist in dieser Stadt nötig. Die Grundlage dieser ist der Zusammenhalt und die Stärkung der lokalen  Gemeinschaften, unter diesen auch die gesellschaftliche Rolle des hiesigen Deutschtums, durch die Pflege der Traditionen, durch Erziehung und Sicherung der nachkommenden Generationen. Um dieses Ziel zu erreichen bitte ich um Ihre Unterstützung. Dabei zähle ich auf jeden!